Am Sonntag war ich mit den Kids spontan im Film Chaos im Netz, also der Fortsetzung von Ralph reicht’s. Ursprünglich wollte ich schon einen Tag vorher gehen, aber da kam mir ein Fundhund dazwischen, der erst einmal wieder zu seinem Besitzer zurück musste. Da das Wetter aber am Sonntag nicht das beste war, fiel ein Großteil meiner Trainingstermine aus und wir sind statt dessen ins Kino nach Oldenburg gefahren. Diesmal war der Kinobesuch perfekt (außer dass das Personal wohl etwas überfordert mit dem Besucherandrang war und kaum hinterher kam mit der Bedienung – fand ich aber nicht schlimm, denn alle Mitarbeiter waren trotzdem zuvorkommend und freundlich). Wir hatten Plätze in der 5. Reihe, wodurch die Kinder keine Kissen brauchten und trotzdem gut sehen konnten. Die Vorstellung war sehr gut besucht, aber trotz unseres späten Erscheinens haben wir noch problemlos 3 Plätze bekommen.

Der Start des Filmes verzögerte sich etwas, aber auch diese Zeit ließ sich gut überbrücken. Die Kinder haben jeder eine Packung Mentos und Apfelschorle bekommen, für mich gab es Popcorn (Kino ohne geht für mich einfach nicht ;-))

Nun zum Film: Tatsächlich habe ich den ersten Teil erst vor wenigen Wochen mit den Kindern geschaut, irgendwie war die Story damals nicht mein Fall oder ist an mir vorüber gegangen oder was auch immer, jedenfalls hatte ich den ersten Teil eben erst kürzlich auf Netflix mit den Kindern geschaut. Die neue Story fand ich aber interessant, Spielfiguren aus Arcade-Games im Zeitalter des Internets? Wie cool! Ich hatte gar nicht so viel im Vorwege über die Handlung gelesen, nur ein paar Trailer geschaut, diese fand ich aber ziemlich lustig.

Ich wurde auch absolut nicht enttäuscht, im Gegenteil, meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Es wurden eine Menge neuer Charaktere eingeführt und dem Internet-Nutzer der Spiegel vorgehalten. Auch haben meine Kinder nun ein visuelles Bild davon, was passiert, wenn man ins Internet geht. Es gab jede Menge Anspielungen, die mal mehr, mal weniger verschleiert waren. Ich war ein wenig überrascht, wie viele Marken unverschleiert genannt wurden (z.B. Pinterest, Instagram, Ebay etc.). Eine existenzielle Rolle spielt auch das restliche Disney-Universum und hier vor allem, die Disney-Prinzessinnen, die sogar den ein oder anderen ihrer tierischen Freunde dabei hatten. Bei der Anspielung eines gewissen Liedes konnte meine Tochter nicht an sich halten und hat lauthals eingestimmt – im Kinosaal – ähm ja 😀

Zur Handlung (Achtung, Spoiler)
Als in der Spielhalle das Lenkrad von Vanellopes Arcade-Spiel kaputt geht, steht der Spielautomat vor dem Aus. Zwar berichten ein paar Kids, dass es ein Ersatzteil gibt, dieses ist allerdings nur im Internet für teures Geld ersteigerbar – zu viel Geld für den Spielhallenbetreiber. Aber Ralph und Vanellope machen sich auf ins ominöse Internet. Sie wollen das Lenkrad besorgen, was auch erstaunlich gut klappt – bis die beiden feststellen müssen, dass das Lenkrad mit echtem Geld bezahlt werden muss. Auf der Suche nach einer Möglichkeit das Geld zusammen zu bekommen, geraten sie unter anderem in ein Online-Rennspiel, wo es Vanellope so gut gefällt, dass sie überlegt, dort zu bleiben. Als Ralph das erfährt, setzt er alles daran, seine Freundin wieder zurück zu gewinnen, doch leider nutzt er dafür nicht die besten Mittel. Und durch eine Verkettung von unglücklichen Umständen ist schlussendlich das komplette Internet in Gefahr von einem Virus gelöscht und zerstört zu werden.

Fazit:
Es war ein absolut toller Kinobesuch. Vom Ambiente bis zum Film stimmte diesmal alles. Auch wenn ich mit irgendwie nach wie vor nicht so eine Verbindung zu den Figuren spüre, wie das beispielsweise bei König der Löwen der Fall ist, fand ich den Film doch mehr als gelungen. So gelungen, dass ich keine Probleme hätte, mir den Film ein zweites Mal im Kino anzusehen, was bei mir schon eher selten der Fall ist. Kurz gesagt bekommt der Film von mir 9 von 10 Punkten und eine absolute Empfehlung, den Film zu sehen. Solltet ihr das noch nicht getan haben, geht unbedingt rein!

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