Immer wieder stellen wir hier in der Familie fest, dass ich eine recht komische Film-Schau-Historie habe. Filme, die zu den Klassikern zählen, habe ich meist noch nie gesehen und oft auch keine Intention, diese Lücken zu schließen. Das trifft auch und insbesondere auf die allgemein hochgelobten, bekannten Weihnachtsklassiker zu, wie zum Beispiel:

  • Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
  • Sissy
  • Stirb Langsam
  • Buddy, der Weihnachtself
  • Das Wunder von Manhatten
  • Das Wunder in der 8. Straße
  • Der kleine Lord
  • und andere mehr

Woran das liegt, mag ich gar nicht so genau sagen. Generell mag ich Dinge, die einen großen Hype erfahren oft lange nicht. Manchmal finde ich später, wenn der Hype längst durch ist, doch noch einen Zugang dazu, häufig ist das aber auch nicht der Fall. Bei den oben genannten habe ich doch starke Zweifel, dass ich diese Filme jemals schauen werde.

Das heißt aber nicht, dass ich keine Filme habe, die für mich typischerweise in diese Zeit gehören – es sind halt wohl nur andere, als andere Menschen da einsortieren würden. Aber vielleicht geht es ja anderen auch so und deswegen gibt es jetzt eine Liste meiner “Weihnachtsfilm-Klassiker”. Natürlich unsortiert und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

1. Ein Schweinchen namens Babe

Tatsächlich ist das ein Film, den ich derzeit total gern sehen würde, da ich ihn leider nicht auf DVD habe, muss ich aber bis zur nächsten Ausstrahlung im Free-TV warten (2020: ZDFneo am 26.12.um 13.15). Von der Handlung her spielt er zwar nur zum Teil an Weihnachten, allerdings bin ich der Meinung, dass er schon in meiner Jugendzeit immer zu Weihnachten lief. Ich hatte ihn mal auf Video/DVD, es ist also durchaus möglich, dass ich ihn damals schon bewusst zu meiner eigenen “Tradition” gemacht habe. In den letzten Jahren hab ich ihn allerdings gar nicht gesehen, aber seit ein paar Tagen war ich tatsächlich aktiv auf der Suche danach. Es geht um das kleine Schweinchen Babe, dass auf einem Bauernmarkt gewonnen wird und nun als einziges Schwein auf einer Farm lebt, inmitten von Schafen, Hunden, Enten, Katzen und anderen Tieren. Er wird von der Hütehündin aufgezogen und hat schnell den Traum, das erste “Schäferschweinchen” zu werden. Zwischenzeitlich läuft er allerdings Gefahr als Spanferkel auf dem Weihnachtstisch der Familie zu landen…

2. Der König von Narnia

Auch bei diesem Film handelt es sich wohl eher nicht um einen klassichen Weihnachtsfilm. Ich schau die Trilogie und insbesondere den ersten Teil aber gern in der Weihnachtszeit. Ob es an der Magie des Films liegt, an meiner Verehrung für Aslan oder am Auftritt des Weihnachtsmannes im ersten Teil, weiß ich nicht. Der Film startet zwar im ewigen Winter von Narnia, aber der Winter endet, als die 4 Pevensie-Geschwister in der Welt auftauchen. Dieser Film hat so unheimlich viele tolle “Gemütlichkeits-Momente” in sich, dass ich kaum weiß, welche mich am meisten ansprechen. Die Biber-Höhle und Lucy’s Besuch bei Mr. Tumnus? Bei den Dreharbeiten war es übrigens ganz oft so, dass es dem Regisseur wichtig war, reale Emotionen einzufangen. Also wurde insbesondere die Darstellerin der kleinen Lucy oft mit verbundenen Augen in die Szene gebracht und ihr wurde erst dort die Augenbinde abgenommen. Dadurch sind viele Emotionen, wie Erstaunen, Überwältigung, aber auch Traurigkeit so berührend, weil sie einfach real sind. Es ist ein wirklich schöner Film, den ich gern in der Weihnachtszeit sehe.

3. Charlie und die Schokoladenfabrik

Okay, hier wird’s wohl ein bisschen Mainstream, aber auch diesen Film schau ich mir meist einmal in der Weihnachtszeit an. Er spielt zur Weihnachtszeit und es geht um den kleinen Charlie der mit den letzten Ersparnissen seiner Familie das letzte “Goldene Ticket” für die Schokoladenfabrik erhält. Die Tickets berechtigen die Kinder, die Schokoladenfabrik von Willy Wonka zu besichtigen, der aber eigentlich das Ziel verfolgt, einen Nachfolger bzw. Companion zu finden. Willy Wonka wird von Johnny Depp verkörpert, der mit seiner schrulligen Art schon ziemlich viel Spaß in den Film bringt. Aber die Geschichten, die sich innerhalb der Fabrik abspielen und dazu dienen, die ‘Untauglichen’ Kinder ‘auszusortieren’ bringen nicht nur viel Witz mit sich, sondern auch eine ordentliche Portion Moral. So haben die Kinder, die nur Interesse an sich selbst zeigen, keine Chance und werden Stück für Stück ‘aussortiert’. Für kleinere Kinder kann dieser “Aussortierungsprozess” vielleicht etwas gruselig wirken, daher sollten die Kinder schone eine gewisse Reife haben, um diesen Film zu schauen.

4. Die Muppets Weihnachtsgeschichte und/oder Disney’ Eine Weihnachtsgeschichte

Auch hier zwei offensichtlich stark mit Weihnachten verknüpfte Filme. Ich mag beide Versionen gerne, wobei ich die Disney-Variante tatsächlich noch als etwas düsterer empfinde als die Muppets-Version. Es gibt auch noch eine Zeichentrick-Variante von Disney, in denen Dagobert Duck den bösen Scrooge gibt, die finde ich auch sehr gelungen.

5. Der Grinch

Diesen Film habe ich früher gern geschaut, habe ihn mittlerweile ein wenig “über”. Aber es ist trotzdem ein sehr guter Film, der sehr fantasievoll ist, aber auch die Moralkeule schwingt. So geht es um zum Beispiel um Mobbing und Konsumsucht. Und dafür dass der Film bereits vor 20 Jahren in die Kinos kam, sind diese Themen heute so aktuell wie nie.

6. Disney’s Die Eiskönigin

Ja – ich sehe dich schon mit den Augen rollen. Aber Tatsache ist, dass es sich hier um einen wunderschönen Film handelt, der in einer Winterwelt spielt. Es ist faszinierend dabei zuzusehen, wie Elsa den Schneesturm kontrolliert und sich ein Schloss formt. Es ist faszinierend, wie der Schneemann Olaf zum Leben erweckt wird und fortan durch seine ganz eigene Weltsicht anderen die Augen öffnet. Die Musik ist großartig und es ist nicht die Liebe eines Mannes, die Anna vor dem Tode rettet, sondern die Liebe ihrer Schwester. Was braucht es mehr, um einen schönen Weihnachtsfilm zu haben?

7. Weihnachten mit Willy Wuff

Diesen Film würde ich total gern mal wieder sehen. Es gab mehrere Filme mit Willy Wuff, der erste war aber meiner Meinung nach der beste. Darin geht es um einen kleinen Jungen, der die Weihnachtsferien mit seiner Familie in einer Berghütte verbringt. Wobei Familie hier ein ziemlich schräger Begriff ist: Die Eltern sind getrennt und der Vater bringt seine neue Freundin mit in den Urlaub. Wäre das noch nicht chaotisch genug, taucht auch noch der sprechende Hund Willy Wuff auf. Der hat gerade 2 Welpen gefunden und sucht nun einen ruhigen, warmen Platz um die beiden zu versorgen, bis er eine bessere Lösung hat. Klassischer Kitsch, aber ich mag den Film gerne. Leider sind die Willy Wuff Filme wohl in irgendeinem Fernseh-Archiv gelandet und verstauben dort. Schade drum!

8. Nightmare before Christmas

Dieser Film wird entweder um Halloween oder um Weihnachten herum geschaut. Er ist definitiv etwas ganz besonderes, sei es wegen der Machart, der Geschichte oder der Atmosphäre, die Tim Burton mit diesem Film geschaffen hat. Halloweentown gehört auch zu meinen Lieblings-Spielwelten in der Kingdom Hearts Spielen. Der Kürbiskönig Jack Skellington ist seines liebsten Festes Halloween überdrüssig. Er ist es leid, dass er immer nur Erschrecken soll. Viel lieber würde er doch auch mal ein Lächeln in die Augen der Kinder zaubern. Was liegt da näher, als den Weihnachtsmann zu kidnappen und dessen Job zu übernehmen? Ein super lustiger Film 🙂

 

So, das ist also meine Weihnachts-Film-Liste. Vielleicht ist für euch etwas passendes dabei, vielleicht bleibt ihr auch bei den Klassikern. Beides ist okay. Und auch, wenn ihr gar keine Weihnachtsfilme schauen mögt, weil euch einfach nicht nach Weihnachten ist (schon gar nicht nach diesem verrückten Jahr). Auch das ist okay. Weihnachten ist das Fest der Freude und Freunde. Auf die Freunde müssen viele von uns dieses Jahr verzichten. Aber was uns Freude bereitet, das haben nur wir selbst zu bestimmen 😉

Sunny

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