Gestern hat das neue Schuljahr für die Kinder begonnen. Das große Kind konnte es die letzten Tage schon kaum noch erwarten, beim kleinen Kind hielt sich die Vorfreude in Grenzen – was aber eher an der Klassenkonstellation liegt, mit der das Kind nicht so gut zurecht kam im ersten Schuljahr. Wir hoffen auf Besserung in diesem Jahr. Jedenfalls hat er sich vorgenommen, jetzt immer zügig seine Hausaufgaben und Aufgaben zu erledigen. Ich hoffe, dass er nicht zu schnell zu frustriert ist, wenn es nicht so klappt, wie er sich das vorstellt. Er stellt immer so hohe Ansprüche an sich…

Ich für meinen Teil bin schon froh, dass er gestern selbstständig zur Mittagsbetreuung gegangen ist und sich dort angemeldet hat. Denn bisher war es ja so, dass ich die Kinder direkt nach der Schule abgeholt habe. Da das große Kind jetzt allerdings eine Stunde länger Unterricht hat, bleibt das kleine Kind so lang in der Mittagsbetreuung, bis ich beide gemeinsam abhole. Na, wir werden sehen, wie es sich in den nächsten Tagen entwickelt. Das Großkind hatte heute seine erste Englisch-Stunde und ist hellauf begeistert.

Ich hoffe, die Vormittage werden jetzt entspannter, da ich mit dem neuen Schuljahr auch eine Stunde mehr kinderfrei habe. Die zusätzliche Stunde möchte ich nutzen, um liegen gebliebene Projekte anzugehen. Ich muss nun ganz dringend damit beginnen, passives Einkommen aufzubauen. Die Projekte dafür habe ich in der Hinterhand, ein Buch, ein E-Book, einen Kurs…ich muss nur endlich in die Umsetzung kommen. Nunja, heute habe ich die Zeit direkt für eine spontane Fahrt zum Tierarzt genutzt, da sich der Zustand meiner Hündin wieder verschlechtert hat seit dem Wochenende. Aber THEORETISCH möchte ich die zusätzliche Zeit dazu nutzen, Verdienst aufzubauen, statt Geld auszugeben. 😉

Es kann nicht ewig so weitergehen mit der WG oder was auch immer das hier darstellen soll, das habe ich insbesondere in den Ferien gemerkt. Das Großkind hat viel Zeit mit Oma verbracht. Grundsätzlich ja nichts Schlechtes, jedoch beschleicht mich erneut das Gefühl, dass „Mama“ immer unattraktiver wird. Immerhin gebe ich Kontra und Nein heißt nein und man muss auch mal ohne TV, Tablet oder Smartphone-App auskommen können. Bei Oma gibt es permanent Medien zum Kinder ruhig stellen, wenn das Kind etwas nicht essen will, darf es sich eine Alternative selbst aussuchen und Selbstständigkeit wird eher minimal geschrieben – nicht einmal die Haare muss sich das Kind selbst kämmen. Das wäre ja eventuell auch noch alles ‚irgendwie‘ verschmerzbar, was ich aber absolut daneben finde, ist, wenn ich ausdrücklich sage, dass es keine Medien gibt, weil das Kind eh schon durch ist und das grinsend (nicht vom Kind!) missachtet wird, um jemanden abzuholen, weil man das Kind nicht allein lassen möchte (ich war übrigens nur eine Treppe tiefer zu diesem Zeitpunkt).

Natürlich findet das Kind das super, wenn sie wie eine Prinzessin behandelt und von vorn bis hinten bedient wird und ich gönne ihr natürlich, dass es ihr gut geht. Aber – ABER Das Leben funktioniert so nicht. Sie wird nicht immer problemlos und sofort alles bekommen, was sie möchte und ich finde es unrealistisch und unverantwortlich, wenn sie keinerlei Frustration erlernen muss. Und ich finde es ziemlich daneben, dass ich mehr und mehr als Feindbild im Kopf des Kindes etabliert werde (bewusst oder unbewusst), als ständiger Spielverderber, so als wäre ich für alles Unglück verantwortlich. Und dann wurde tatsächlich an mir vorbei beschlossen, das Kind könne doch nach den Ferien weiterhin bei Oma und Opa schlafen. Ja danke, damit ich nur noch das negative (Hausaufgaben, Schule, eben alles was fordert) tagsüber erledigen kann und alles andere „Positive“ ohne mich statt findet. Das Kind bekommt am Wochenende eben direkt morgens das Tablet zum Spielen, damit Oma und Opa ausschlafen können und genauso, wenn keiner Zeit und Lust hat, etwas mit ihr zu machen; aber sich auch nicht ihrem Frust aussetzen will.

Nein, danke. Habe ich unterbunden. Aber ich bin nun trotzdem die Böse. Weil ich den Kontakt einschränke; weil ich sie nicht oben schlafen lasse, wo es Fernsehen und Tablet und Handy ohne Grenzen gibt. Wo man das Essen (oder wenigstens) probieren muss, was auf dem Tisch steht, ohne dass jeder eine Extra-Wurst bekommt.

Meiner Meinung nach sollten Kinder wenigstens ein gewisses Maß an Respekt erlernen – dazu gehört auch, dass man Erwachsene Menschen SIEZT, wenn sie nicht zur Familie oder zum Freundeskreis gehören. Da die Kinder aber selbst die Lehrer in der Schule duzen dürfen, ist es natürlich schwer verständlich zu machen, warum sie das bei Verkäufern und Ähnlichem tun sollen. Für mich ist das zum Beispiel ein absolutes No-Go. Vielleicht bin ich da auch zu pedantisch, aber es ist mir nun einmal wichtig, dass die Kinder sich zu benehmen wissen.

Sunny

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